Wissenswertes über Tönning/Eiderstedt/Nordsee

Denkmalgeschützter Marktplatz in Tönning
Denkmalgeschützter Marktplatz in Tönning
Historischer Hafen in Tönning mit Packhaus
Historischer Hafen in Tönning mit Packhaus
Marktplatz in Tönning an der Nordsee
Marktplatz in Tönning an der Nordsee
Multimar Wattforum in Tönning
Multimar Wattforum in Tönning
Die St. Laurentius Kirche am Markplatz in Tönning bei Schnee
Die St. Laurentius Kirche am Markplatz in Tönning bei Schnee

Die Stadt Tönning ist ein Bade- und Luftkurort mit rund 5000 Einwohnern im Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein. Gelegen an der Eider, nahe deren Mündung in die Nordsee in der Nähe des Eidersperrwerks, verfügt die Stadt über einen historischen  Fischerei- und Sportboothafen, der aber eine große Geschichte hat.

Tönning liegt in der Eider-Treene-Niederung direkt am Ufer der Eider, dem nach der Elbe größten Fluss in Schleswig-Holstein. Bei Tönning geht die Untereider in den eigentlichen Mündungsbereich, den Purrenstrom über. Die Stadt ist die größte Stadt der Halbinsel und frühere Kreisstadt des ehemaligen Landkreises Eiderstedt und liegt sowohl an der Grenze zu Dithmarschen im Süden als auch nahe dem nordfriesischen Festland im Norden, zu dessen Landkreis es heute gehört. Tönning war sehr lange eine dänische Grenzstadt, auch wenn dies bis ins 18./19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Rolle spielte, da die grenzüberschreitende und wechselnde Herrschaft des dänischen Königs und verschiedener Schleswig-Holsteinischer Adelshäuser praktisch von weit größerer Bedeutung waren.

Mit zum Stadtgebiet gehört das Naturschutzgebiet Katinger Watt, welches durch den Bau des Eidersperrwerks entstanden ist, es ist das einzige etwas größere Waldgebiet der schleswig-holsteinischen Marsch.

Heute kommen Touristen vor allem wegen des malerischen Hafens, der grüne Strand an der Eider ist aber nach wie vor ein öffentlicher Badestrand mit Strandkörben und Überwachung des Badebetriebes durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.Der Strand von St.Peter Ording ist in 20 min. erreichbar.Das zur Expo 2000 eröffnete Multimar Wattforum ist die wichtigste Ausstellung zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Der Hafen mit Nordseeanbindung

Ein anerkanntes Baudenkmal! Auf seine Entwicklung im vielfältigen Wechsel der Tönninger Stadtgeschichte wurde hier bereits einegegangen. So sei hier nur kurz auf die markanten Bauwerke hingewiesen, die ihm sein Gepräge geben und ihn in seiner ansprechenden Gesamtlage unstreitig als schönsten Hafen an der schleswig-holsteinischen Westküste kennzeichnen.

Wuchtig und sofort ins Auge springend: das unter Denkmalschutz stehende Kanalpackhaus von 1783; mit seinen Ausmaßen setzt es noch heute Zeichen des gewaltigen Warenumschlags aus der Zeit des alten Schleswig-Holsteinischen Kanals. Schauen Sie doch einmal hinein und erleben Sie im 1. Stock die Ausstellung der Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte e. V. mit zahllosen Exponaten aus allen Epochen der Tönninger Vergangenheit und Gegenwart!

Links neben dem Packhaus die Einfahrt zum "Tonnenhof", dem großen Seezeichenlager des Wasser- und Schiffahrtsamtes mit seinen hochtechnisierten Werkstätten für diese wichtigen Wegweiser der Seefahrt. Mit modernsten Geräten erfolgt auch von hier aus die automatische Steuerung der Leuchttürme.
Rechts vom Packhaus der rote Bachsteinbau des Zollamtes, über dessen Funktion angesichts europäischer Gesamtentwicklung bald nachzudenken sein wird.

Die seit 1740 konzessionierte kleine Holzschiffswerft an der Südwestecke war früher ein wichtiger Betrieb für Neubauten und Reparaturen unserer einheimischen Fischkutterflotte, heute ist es ein weithin gefragtes Spezialunternehmen zum Bau von Nachbildungen hölzerner historischer Eiderschiffe - vom Feinsten! Gleich daneben die fotogene "Weiße Brücke", ein Fußgängersteg mit aufklappbarem Mittelteil, wie in Holland. Hier beginnt der "Torfhafen", in dem früher die Torfkähne zum Löschen festmachten. Am nördlichen Ende steht ein typisches Seefahrtszeichen: ein Takelmast mit schiffsgrechter Beflaggung und den drei Signalflaggen an der

Das Nordufer wird von ansprechenden Bürgerhäusern umrahmt, deren Bewohner sich mit Stolz des Prädikats vom "schönsten Hafen" bewußt sind. Alle Zufahrtswege zum Hafen führen durch "Stöpen", das sind betonierte Straßendurchlässe, die bei Hochwasser geschlossen wurden. (Heute übernimmt das Eidersperrwerk an der Flußmündung den Hochwasserschutz.) Bei einer solchen Stöpe an der Neustadt fällt der Blick sogleich auf ein historisches Gebäude mit einen kleinen Turm. Das ist das Schifferhaus von 1625, in dem vor 200 Jahren eie weithin berühmte Navigationsschule betrieben wurde. Heute ist es Jugendheim des dänischen Schulvereins. Die Hochwassermarken an der Straßenfront sind Zeichen des Nachdenkens, deuten sie doch auf den harten Kampf auch unserer Tönninger Bürger gegen die Gewalt an der See.
An der Hafeneinfahrt, gegenüber dem zugehörigen Tonnenhof, befindet sich Verwaltungsgebäude des Wasser- und Schiffahrtsamtes, einer Diensstelle des Bundesverkehrsministeriums. Das Amt hat einen weiten Zuständigkeitsbereich: viele Häfen der Westküste, de nordfriesischen Inseln und Helgoland sowie die Bundeswasserstraßen von der Elbmündung bis zu dänischen Grenze.

Das Multimar Wattforum

Das Wattenmeer steckt voller Geheimnisse. Das Multimar Wattforum erzählt spannende Geschichten von langen Reisen, gefräßigen Räubern und großen Familien - von dem Leben zwischen Ebbe und Flut.

Das Wattenmeer steckt voller Geheimnisse. Das Multimar Wattforum erzählt spannende Geschichten von langen Reisen, gefräßigen Räubern und großen Familien - von dem Leben zwischen Ebbe und Flut im Nationalpark Schleswig- Holsteinisches Wattenmeer.

Wissenschaft macht Spaß! Ob jung, ob alt - jeder kann die Welt des Wattenmeeres im eigenen Tempo erforschen und aufregende Entdeckungen machen. Das Multimar präsentiert die Vielfalt des Watts - die kleinen Details und die großen Zusammenhänge. Machen Sie eine Entdeckungsreise in diese Wunderwelt.

Das Katinger Watt

Die neue Landschaft an der Eider - Wo noch vor Jahren die Nordsee täglich zweimal das Katinger Watt und die Vorländereien überschwemmte, entstand durch eine gezielte Planung die völlig neue Eiderlandschaft.

Die neue Landschaft an der Eider

Wo noch vor Jahren die Nordsee täglich zweimal das Katinger Watt und die Vorländereien überschwemmte, entstand durch eine gezielte Planung die völlig neue Eiderlandschaft. Daß die ursprüngliche Naturlandschaft durch die Abdämmung und durch die veränderten Umweltbedingungen verlorenging, war offensichtlich. Alle verantwortlichen Planungsträger, einschließlich der Naturschützer sahen ihre Aufgabe darin, im Katinger Watt eine neue Landschaft zu planen und möglichst den berechtigten Ansprüchen gerecht zu werden. Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft und Fremdenverkehr wurden im Katinger Watt in Einklang gebracht. So entstand ein Vogelschutzgebiet, ein Erholungswald als Ruhezone, landwirtschaftliche Nutzflächen und ein Gebiet für die fremdenverkehrswirtschaftliche Nutzung. Nachdem ....hc seit Jahren das Vogelschutzgebiet eingerichtet ist und die landwirtschaftlichen Flächen erschlossen sind, folgt im Frühjahr 1981 der Abschluß der wesentlichen Teile der Aufforstung. Damit kann die erste Phase der Nutzung des Katinger Watts für die Naherholung unmittelbar einsetzen.

Quelle: Wikipedia und Toenning.de